Persone

Neue Gedanken zulassen

23 giugno 2020

Die Krise hat einmal mehr gezeigt, dass sich ein Unternehmen nie auf dem Erfolg ausruhen dürfe. Neue Gedanken müssen zugelassen und entwickelt werden, meint Manuel Niederstätter.

Die vergangenen Wochen waren eine harte Prüfung für den jungen Unternehmer Manuel Niederstätter. Gemeinsam mit seiner Schwester Daniela ist er seit heuer in der Geschäftsführung der Niederstätter AG. Er hofft, dass die Krise – trotz aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme – zumindest zwei positive Aspekte mit sich bringt: eine Beschleunigung der Digitalisierung und die Wiederbesinnung auf Grundwerte.

Bewusste Entscheidung fürs Familienunternehmen

Manuel Niederstätter ist mittlerweile seit 12 Jahren im Familienunternehmen.

Seit 12 Jahren ist Manuel Niederstätter im Familienbetrieb Niederstätter AG tätig. Eine bewusste Entscheidung, dank der professionellen Begleitung beim Generationswechsel. In der Geschäftsführung sind neben ihm und seiner Schwester auch noch sein Vater Toni sowie dessen Schwestern Maria und Hilde. „Strategische Entscheidungen werden von der Familie getroffen. Das ist zwar nicht immer unbedingt einfach, aber wenn man es schafft, sich auf die gemeinsamen Werte zu besinnen, dann gelingt es, fundierte und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Langweilig wird es nicht“, lacht Manuel.
Er selbst verantwortet den umsatzstärksten Bereich: die Baukräne. Ein Unternehmensbereich, der während des Lockdowns fast vollständig eingebrochen ist, bis auf einige Baustellen, die unbedingt weitergeführt werden mussten.

„Wir müssen neue Gedanken zulassen“

„Aus der Krise haben wir im Unternehmen sicher eines gelernt: auch wenn es uns heute gut geht, dürfen wir uns nicht ausruhen, wir müssen uns immer überlegen, was machen wir morgen. Denn wir haben gesehen, wie schnell sich alles ändern kann. Wir müssen neue Gedanken zulassen und entwickeln und uns zugleich an unsere Grundwerte erinnern“, ist Manuel Niederstätter überzeugt.

Auf der Suche nach neuen Ideen

So wurde im Unternehmen nach dem anfänglichen Stopp auch gleich nach neuen Ideen gesucht. Gerade im Containerbereich war der Bedarf da: die Triage-Stationen vor den Krankenhäusern konnten darin untergebracht werden. „Wir haben schon davor begonnen, für ein Altersheim in Arco Container für einen Zubau zu liefern, und da ist uns die Idee gekommen, vor den Altersheimen Container mit zwei getrennten Eingängen und einer Plexiglastrennwand aufzustellen. So konnten sich die Angehörigen trotzdem in Sicherheit sehen.“

Aufschwung der Digitalisierung

Was sich Manuel Niederstätter von der Krise erwartet, ist ein Aufschwung in der Digitalisierung: „Wir haben die Vorteile nun klar kennengelernt, die Digitalisierung kann uns wirklich viel in der täglichen Arbeit unterstützen. Wir als Unternehmen sind schon von einer guten Basis gestartet, wir haben gesehen, Homeoffice funktioniert. Die Investitionen in diesem Bereich haben sich absolut bezahlt gemacht.“

Digitalisierung auch bei der Weiterbildung

Digitalisierung spielt auch im Bereich der betriebseigenen Niederstätter Academy eine große Rolle: „Unsere Instruktoren haben die Theoriekurse digitalisiert. Die Online-Kurse wurden sehr gut angenommen, denn so konnten die Unternehmen die ruhige Zeit gut nutzen.“