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Coronavirus: 150.000 Schlauchtücher für Südtirol

20 marzo 2020

In Rekordzeit hat das Bozner Unternehmen TEXmarket seine Produktion in Rumänien umgestellt, um für den Südtiroler Sanitätsbetrieb und Zivilschutz Schlauchtücher zu produzieren, die dem Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus dienen sollen.

In diesen Tagen gibt es unzählige Menschen, die ohne Pause arbeiten, insbesondere das gesamte Sanitätspersonal, der Zivilschutz, freiwillige Helfer, aber auch viele Produktionsbetriebe, Lebensmittelbetriebe und Logistikunternehmen. Die Südtiroler Unternehmen versuchen dort zu helfen, wo sie können. So hat das Bozner Unternehmen TEXmarket/cottontex in Rekordzeit 150.000 Kopfschlauchtücher produziert.

Schlauchtücher sollen schützen

Diese Schlauchtücher wurden für Südtirol produziert.

„Der Südtiroler Sanitätsbetrieb hat uns am Freitag, 13. März, kontaktiert, und um eine dringende Lieferung der Schlauchtücher angefragt. Der Südtiroler Zivilschutz möchte diese an Orten wie Supermärkten, Tabaktrafiken oder öffentlichen Büros verteilen. Wie mitgeteilt wurde, müssen diese beim Sprechen über Mund und Nase gezogen werden, damit keine Flüssigkeiten in Umlauf kommen. So schützt man andere vor der Übertragung des Virus und trägt dazu bei, die Verbreitung einzudämmen“, erklärt Christoph Widmann. Gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich Widmann und seinem Schwager Peter Stadler hat er TEXmarket 1987 gegründet. Seit 2015 arbeitet mit Andreas und Eva Maria Widmann auch die nächste Generation im Betrieb mit.

Produktion in Rumänien neu organisiert

Eigentlich ist das Unternehmen in der Herstellung hochwertiger Sportkleidung tätig, die im Werk in Timisoara in Rumänien hergestellt werden. „Wir sind froh, einen Beitrag in dieser Situation leisten zu können. Deshalb haben wir alles unternommen, um die Produktion in Rumänien neu zu organisieren und den Großteil auf die Herstellung der Schlauchtücher umzustellen“, erzählt Widmann.

Lieferung erfolgreich

Die Lieferung ist bereits erfolgt, was in diesen Wochen nicht selbstverständlich ist. „Dabei vertrauten wir auf einen privaten Spediteur. Das Risiko, dass die Ware an der Grenze aufgehalten worden wäre, wäre einfach viel zu groß gewesen. Ich bin wirklich froh, dass wir die Vereinbarung mit dem Sanitätsbetrieb einhalten konnten“, so Widmann.